Sonntag, 19:30 Uhr, Konzert, Freiburger Oratorienchor unter der Leitung von Bernhard Gärtner
03.11.19  F. Mendelssohn-Bartholdy, Paulus in der Spielstätte Kirche St. Martin, Freiburg

1829 erklang unter der Leitung des zwanzigjährigen Mendelssohn im Zuge der beginnenden Bachrenaissance nach 100 Jahren zum ersten Mal wieder die Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach. Unter dem Eindruck dieses Werkes schuf Mendelssohn mit dem PAULUS ein Werk, das einerseits die große Tradition Bachs und Händels impliziert, andererseits aber kompositorisch den neuesten Stand seiner Zeit verkörpert.
Auch wenn es in den letzten 25 Jahren vermehrt zu Aufführungen des PAULUS kam, steht er doch immer noch im Schatten des später entstandenen ELIAS. Dabei erzielte die Komposition einen sensationellen Anfangserfolg, als sie unter der Leitung des Komponisten im Mai 1836 in Düsseldorf zum ersten Mal erklang. In den folgenden eineinhalb Jahren nämlich wurde das Stück in über fünfzig Städten zum Teil mehrmals gespielt. Robert Schumann bezeichnete es als ein „Juwel der Gegenwart“, und selbst Richard Wagner, der wahrlich kein Freund von Mendelssohn war, schrieb 1843 in einem Brief an den Komponisten: „Ich bin stolz, der Nation anzugehören, die Sie und Ihren ´Paulus´ hervorgebracht hat.“ Der Inhalt des Stückes, das von Verfolgung, Umkehr und Vergebung handelt, ist in unserer heutigen Zeit aktueller denn je und dokumentiert so auf eindrucksvolle Weise die Zeitlosigkeit des Werkes.

Ausführende:
Johanna Prielmann, Sopran
Julia Werner, Alt
Philipp Nicklaus, Tenor
Konstantin Krimmel, Bass
Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz

Anfahrt
Rathausgasse 3, 79098 Freiburg im Breisgau, Deutschland

Anfahrt

Kirche St. Martin, Freiburg

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